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  • Durch Mauern gehen - Autobiografie

 

"Ich wollte die Grenzen erforschen, wollte wissen, wie weit das Publikum gehen würde."

Marina Abramović ist die berühmteste Performance-Künstlerin der Welt: spätestens seit ihrem einmonatigen Sit-In "The Artist is Present" im MoMA, der vielleicht spektakulärsten Museumsperformance der Kunstgeschichte. Die Besucher nahmen ihr gegenüber auf einem Stuhl Platz und blickten ihr in die Augen. "Ich glaube, die Leute waren überrascht von dem Schmerz, der in ihnen hochkam", sagt Abramović. Sie hatte die Seele der Menschen mit der Kraft des Schweigens berührt.

 

Robert Redford schwärmt für sie genauso wie Lady Gaga. Mit ihren radikalen Performances sprengte sie die Grenzen der Kunst. Dabei geht es ihr immer um Verlust, Erinnerung, Schmerz, Vertrauen. Ihre Autobiografie schildert den spannenden Lebensweg einer faszinierenden und leidenschaftlichen Frau, ihr Denken, ihr Lieben und ist gleichzeitig das Manifest einer großen Künstlerin.

„Aufregend ist nun auch, mit welcher glasklaren Härte Wiebke Puls das aufregende Buch von Marina Abramović zu Gehör bringt und einem die außergewöhnliche Biografie dieser Ausnahmekünstlerin damit noch einmal auf eine besondere Art nahebringt.“Sven Ricklefs, BR, Kulturwelt.

 

Marina Abramović, die berühmteste und wohl auch unerbittlichste aller Performance-Künstlerinnen, 1946 in Belgrad geboren, ist eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Ihre Werke sind in weltberühmten Museen zu sehen, in der Tate Modern, im Guggenheim Museum, im Centre Pompidou und im Hamburger Bahnhof in Berlin. Zu Beginn ihrer Karriere machte sie mit radikalen Performances auf sich aufmerksam. 1997 wurde sie auf der Biennale 1997 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Ihre jüngsten Arbeiten waren sensationelle Erfolge: 850.000 Menschen besuchten 2010 allein ihre Performance „The Artist is Present“ im New Yorker MoMA. Drei Monate lang saß die Künstlerin auf einem Stuhl, schaute ihrem Gegenüber in die Augen und schwieg. Marina Abramović ist u. a. Gastprofessorin an der Hochschule der Künste in Berlin. Sie lebt in New York.

 

 

 

 

Marina Abramović, die berühmteste und wohl auch unerbittlichste aller Performance-Künstlerinnen, 1946 in Belgrad geboren, ist eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Ihre Werke sind in weltberühmten Museen zu sehen, in der Tate Modern, im Guggenheim Museum, im Centre Pompidou und im Hamburger Bahnhof in Berlin. Zu Beginn ihrer Karriere machte sie mit radikalen Performances auf sich aufmerksam. 1997 wurde sie auf der Biennale 1997 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Ihre jüngsten Arbeiten waren sensationelle Erfolge: 850.000 Menschen besuchten 2010 allein ihre Performance „The Artist is Present“ im New Yorker MoMA. Drei Monate lang saß die Künstlerin auf einem Stuhl, schaute ihrem Gegenüber in die Augen und schwieg. Marina Abramović ist u. a. Gastprofessorin an der Hochschule der Künste in Berlin. Sie lebt in New York.

 

Sie hat die Grenzen der Kunst gesprengt: sich gepeitscht, mit einer Glasscherbe ein Pentagramm in den Bauch geritzt, ein Messer in die Finger gerammt. Sie ist 2500 Kilometer auf der Chinesischen Mauer gegangen, zwölf Jahre in einem umgebauten Citroën-Bus durch die Welt gefahren und hat ein Jahr bei den Aborigines in Australien gelebt. Spätestens seit »The Artist is Present« gilt Marina Abramović in der ganzen Welt als Kultfigur. Vom »Time Magazine« wurde sie zu den 100 wichtigsten Menschen des Jahres 2014 gewählt.

 

In ihren Memoiren „ Durch Mauern gehen“ blickt Abramović zurück auf sieben Lebensjahrzehnte als charismatische Künstlerin und Grenzgängerin. Von ihrer strengen Kindheit im kommunistischen Jugoslawien, wo sie bei ihren der politischen Elite nahestehenden Eltern im Schatten Titos aufwuchs – bis hin zu ihren jüngsten Aktionen, bei denen sie die Seele von Millionen von Menschen mit der Kraft ihres Schweigens berührte.

 

„Abramović ist gelungen, was nur selten gelingt, in ihrer Kunst hat die Gegenwart zu sich selbst gefunden. In ihr gewann die Sehnsucht nach Berührung, nach innerer Einkehr einen Raum. Und wenn die Soziologen von einem neuen, einem postmateriellen Zeitalter sprechen, dann zeigt sich dieser Postmaterialismus wohl nirgendwo klarer als hier bei Abramović. Ihre Kunst verheißt, was sich für Geld nicht kaufen lässt: Besinnung auf das eigene Ich.“Hanno Rauterberg, ZEIT.

 

Wiebke Puls, vielfach mit Preisen ausgezeichnete Film- und Theaterschauspielerin, langjährig im Ensemble der Münchner Kammerspiele, interessierte sich schon als Teenager für Performance und vor allem ihre persönliche Begegnung mit Marina Abramović beeindruckte sie nachhaltig. Mit großer Sensibilität läßt sie den Text seine sogartige Wirkung entfalten.

 

Geboren 1973 in Husum, ging sie nach ihrer Ausbildung an der Hochschule der Künste in Berlin 1997 ans Schauspiel Hannover, bevor sie 2000 ins Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg wechselte. Für ihre dortige Leistung erhielt sie 2003 den Boy-Gobert-Preis, verliehen durch die Körber-Stiftung. Seit 2005 ist Wiebke Puls Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Für ihre Rolle der Kriemhild in „Die Nibelungen“ wurde sie 2005 mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet und im selben Jahr von „Theater heute“ zur Schauspielerin des Jahres gewählt. 2008 erhielt sie den Preis der Förderer der Münchner Kammerspiele. Bei der Wahl der Fachzeitschrift „Theater heute“ zur Schauspielerin des Jahres 2013 belegte sie den zweiten Platz. Auf der Bühne der Kammerspiele war sie zuletzt u.a. in „Orpheus steigt herab“ (Regie: Sebastian Nübling, 2012), „Onkel Wanja“ (Regie: Karin Henkel/Johan Simons, 2013), „Das schweigende Mädchen“ (Regie: Johan Simons, 2014), „Die Zofen“ (Regie: Stefan Pucher, 2014) und „Nichts von Euch auf Erden“ (Regie: Felix Rothenhäusler, 2015) zu sehen. Aktuell spielt sie u.a. in „América“ von Stefan Pucher und „Point of No Return“ von Yael Ronen.

 

Wiebke Puls über Marina Abramović

 

Als Teenager interessierte ich mich für Performance. Meine Heldin war Marina Abramovic. Ihre grundlegenden Ideen, ihre minimalistische Strenge und ihre fordernde Kompromisslosigkeit beeindruckten mich zutiefst.
Zehn Jahre später durfte ich sie über meinen Ex-Mann kennenlernen. Mich überraschte, wie quirlig und herzlich sie in der persönlichen Begegnung war, das machte sie in meiner Wahrnehmung nur noch schillernder. Zur Hochzeit schenkte sie uns eine Arbeit: mit Blut pinselte sie ein Rezept für eine glückliche Ehe an unsere sehr lange Flurwand, das sich irgendwo zwischen Hexentrunk, rigoroser Enthaltsamkeit und exzessiver Sexualität abspielte. (Im selben Flur hing auch eines ihrer vertikalen Rosenquarz-Tryptichons.) Mit Ihrem hohen Anspruch hatte sie die Beziehung zu Ulay mittlerweile ausgereizt und war gerade über beide Ohren in Paolo verliebt. Sie sah umwerfend aus und war, zwitschernd Tango tanzend, pures Dynamit. Wie viele Wesen in dieser Frau stecken!
In meiner Verehrung und Neugier auf ihre persönliche und künstlerische Geschichte fühle ich mich geradezu prädestiniert, die deutsche Übersetzung ihrer Autobiografie zu lesen und genieße die langen Sitzungen im Studio wahnsinnig: Ein Stuhl, das Mikro, das Buch: The artist is present!

Durch Mauern gehen - Autobiografie

  • Artikelnr. BV130
  • Autor: Marina Abramović
    Buchverlag: Random House
    Anzahl CDs: 2 MP3 Audio CDs
    Gesamtlaufzeit: 830 Min
    ISBN: 978-3-945095-17-1
    Hörbuchfassung: Ungekürzte Hörbuchfassung
    Sprecher: Wiebke Puls
  • Verfügbarkeit Lagernd
  • 24,95€

  • Preis ohne Steuer 23,32€